Basierend auf der Arbeit des Psychoanalytikers Paul Federn (1871-1950) begründeten John und Helen Watkins ab 1980 die Ego-State Therapie. Prof. Gordon Emmerson, ein Schüler von John und Helen Watkins, arbeitete viele Jahre als Ego-State Therapeut in Australien und schrieb einige Bücher über diesen Ansatz. Er fand in seiner Arbeit einige wesentliche Unterschiede zum Ego-State Konzept, zum Beispiel darin wie Persönlichkeit gesehen wird, und auch in den Interventionstechniken. Daraus formte sich die „Resource Therapy“ (2004-2014), die Gordon Emmerson seither kontinuierlich fortentwickelt und unterrichtet. 2018 beendete in Zürich die erste europäische Ausbildungsgruppe ihr Training.

Wie die Ego-State Therapie basiert die Resource Therapy auf einem Teilemodell der Persönlichkeit.


Die wichtigsten Unterschiede zur Ego-State Therapie sind:

  • RT verwendet keine formale Hypnoseinduktion, weshalb Psychotherapeuten aller Richtungen diese Technik erlernen können.
  • RT sieht Introjekte nicht als Persönlichkeitsanteile an. Introjekte sind lediglich Impressionen wichtiger Personen oder Ereignisse, die der jeweilige Teil gespeichert hat. Jeder Teil hält sozusagen seine eigenen Introjekte.
  • Die Bezeichnung Ressource ist ein ebenso genauer wie positiver Terminus für einen Persönlichkeitsanteil.
    Ressourcenteile entwickeln sich einhergehend mit der Entwicklung des Gehirns durch die Menge und Qualtiät von dessen Stimulierung autopoietisch.
  • Die Ego-State Therapie geht davon aus, dass Teile traumabedingt durch Abspaltung von einem Kernselbst entstehen. Im Verständnis der RT entstehen alle Teile durch Coping im Laufe der Entwicklung und vormals gesunde Teile können traumatisiert werden.